-
Kinder sollen von ihren Eltern schon früh darauf
aufmerksam gemacht werden, dass Feuer heiß ist. Ohne
das Kind zu gefährden, beginnen umsichtige Eltern
damit bereits bei ein bis zwei Jahre alten Kindern,
indem sie die Kinderhand langsam an eine
Kerzenflamme heranführen.
-
Der
kindliche Spiel- und Nachahmungstrieb will gestillt
werden. Umsichtige Eltern nehmen darauf Rücksicht.
Unter Aufsicht erlauben sie ihren Kindern den Umgang
mit Streichhölzern und Feuer, wann immer es sich
anbietet. Zum Beispiel, um Vater oder Mutter die
Zigarette anzuzünden, um Geburtstagskerzen oder die
Kerzen eines Teestövchens anzustecken.
-
Der
richtige Umgang mit Streichhölzern will gelernt
sein. Verantwortungsbewusste Eltern zeigen ihren
Kindern deshalb die richtige Streichholzhaltung: Das
Holz nicht zu lang fassen, da es sonst abbrechen
kann. Das Streichholz nicht schräg nach unten,
sondern waagerecht halten. Sonst schlägt die Flamme
gegen die Kinderhand und das brennende Streichholz
wird vor Schreck fallengelassen. Immer vom Körper
weg anzünden.
-
Verbote und Strafdrohungen fordern nur den
kindlichen Trotz heraus; sie führen dazu, dass das
Kind heimlich zündelt. Wenn dann etwas passiert,
wagen sie aus Angst nicht, Erwachsene zur Hilfe zu
rufen und verschlimmern so die Situation.
-
Umsichtige Eltern führen ihre Kinder gar nicht erst
in Versuchung. Sie schließen Streichhölzer und
Feuerzeuge konsequent weg und entfernen sie so aus
der Reichweite des Kindes. Diese Maßnahme ist
besonders wichtig, wenn Kinder häufig allein sind.
-
In
Versuchung kann ein Kind kommen, wenn es vom
Einkaufen Streichhölzer mit bringen soll. Umsichtige
Eltern werden ihre Kind damit nicht in Versuchung
führen.
-
Zum
Indianerspiel gehört für einen richtigen Jungen auch
ein knisterndes Lagerfeuer. Auch hier hilft kein
Verbot! Ein umsichtiger Vater wird beim ersten
Indianerfeuer mit dabei sein, damit kleine "Rothaut"
Anleitung erhält und Vorsichtsregeln zur
Selbstverständlichkeit werden.
-
Die
erste Zigarette wird heimlich gepafft. Im Keller,
auf dem Dachboden, in einem verschwiegenen Gebüsch.
Das ist die Folge des Verbots! Vorausschauende
Eltern werden ihre Kinder über die gesundheitlichen
Gefahren und Risiken aufklären, eventuell der
kindlichen Rauchneugier entgegenkommen und das
Rauchen einer ersten Zigarette in ihrem Beisein
erlauben. Häufig genügt dieses erste "verhustete
Erlebnis" als längerfristige "Heilung" vom
kindlichen Rauchen.
-
Wissenschaftliche Lern- und Experimentierspiele
(z.B. "Chemiekästen") haben oft großen pädagogischen
Wert, sind aber nicht immer ungefährlich. Umsichtige
Eltern werden ihre Kinder mit dem dabei
unvermeidlichen Umgang mit offenem Feuer in Ruhe
vertraut machen.
-
Vorsichtige Eltern lassen Kleinkinder bei offenem
Licht niemals unbeaufsichtigt. Die züngelnde Flamme
übt eine magische Anziehungskraft auf Kinder aus.
Durch Spielen und unbedachtes Handeln können
ungewollt schnell Wohnungsbrände entstehen, die vor
allem das Leben des eigenen Kindes gefährden.